Teuerste Leica der Welt versteigert!

Leica-Prototyp für 14,4 Millionen Euro versteigert

Vor der Auktion wurde die Kamera auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt – und sie gehörte dem Erfinder der Kleinbildkamera. Jetzt wurde eine Leica der 0-Serie in Wetzlar für einen Rekordpreis verkauft.

Bei der Leitz Photographica Auction ist am Samstag in Wetzlar eine Leica der 0-Serie nach Veranstalterangaben für 14,4 Millionen Euro versteigert worden. Der Fotoapparat mit der Nummer 105 aus der nur wenige Exemplare umfassenden Prototypen-Reihe ist fast hundert Jahre alt und zählt zu den ersten Kleinbildkameras der Welt. Die zweimal im Jahr stattfindende Auktion gilt als weltweit größte Versteigerung für Vintage-Kameras und optische Geräte.

Sie gehörte einst dem Erfinder der Kleinbildkamera, Oskar Barnack. Sein Name ist eingraviert. Die Kamera blieb laut Leitz Photographica Auction im Familienbesitz, bis sie ein US-Sammler erwarb.

Vor der Auktion wurde der Wert zwei bis drei Millionen Euro geschätzt, der Startpreis lag bei einer Million Euro. Als bislang teuerste Kamera galt die Nummer 122 aus der 0-Serie. Sie wurde 2018 bei der 32. Leitz Photographica Auction für 2,4 Millionen Euro verkauft. Nach Angaben des Veranstalters wurden 1923 circa 23 Kameras der 0-Serie produziert, etwa die Hälfte ist heute noch erhalten.

»Die Leica 0-Serie Nr. 105 ist nicht nur die bedeutendste Leica, die es gibt, sondern auch zugleich einer der wichtigsten historischen Meilensteine der Geschichte der Fotografie überhaupt«, heißt es  im Text zur Auktion – nun ist sie auch noch die wohl teuerste Kamera der Welt.
Quelle: wbr/dpa

Instagram
per Email